Abilify® (Aripiprazol)

Von Alex Maier. Update 14/03/2016

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 Schizophrenie
Manische Phasen
bei Depression
Bipolare affektive
Störung
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10mg 60 Tab.
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10mg 120 Tab.
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10mg 180 Tab.
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10mg 280 Tab.
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20mg 60 Tab.
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20mg 90 Tab.
(Generika)
 €45  
20mg 120 Tab.
(Generika)
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20mg 180 Tab.
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20mg 240 Tab.
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40mg 30 Tab.
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40mg 60 Tab.
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40mg 90 Tab.
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40mg 120 Tab.
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40mg 180 Tab.
(Generika)
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40mg 240 Tab.
(Generika)
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Weitere Informationen:

Abilify® (Aripiprazol) 10mg/- 20mg /- 40mg Tabletten

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Abilify® (Aripiprazol) Werbung (USA)

Die Wirkung von Abilify® (Aripiprazol) wird in dieser Werbung des Herstellers aus den USA beschrieben:

Wie wirkt der Inhaltsstoff von Abilify® (Aripiprazol)

Wirkstoff: Aripiprazol

Aripiprazol wird einerseits für die Behandlung der Schizophrenie eingesetzt.

Andererseits kann der Wirkstoff auch zur Therapie von mäßigen bis schweren Perioden der krankhaften Übersteigerung (manischen Episoden) bei Depressionen verwendet werden. In diesem Zusammenhang dient Aripiprazol auch der Vorbeugung einer neuen manischen Episode bei Patienten, die überwiegend manische Episoden hatten und deren manische Episoden auf die Behandlung mit Aripiprazol ansprachen.

Es wird vermutet, dass die Wirksamkeit von Aripiprazol bei Persönlichkeitsspaltung (Schizophrenie) und manisch-depressiven Störungen vor allem auf dem Eingriff in die Wirkungen der Nervenbotenstoffe Dopamin und Serotonin beruht. Einerseits wirkt die Substanz an manchen Bindungsstellen der Nervenbotenstoffe (Dopamin D2-Rezeptoren und Serotonin 5HT1a-Rezeptoren) teilweise wie die Nervenbotenstoffe selbst (agonistische Wirkung). Andererseits scheint Aripiprazol an anderen Serotonin-Rezeptoren (5HT2a-Rezeptoren) die Wirkung des Nervenbotenstoffes zu behindern (antagonistische Wirkung). Außerdem wirkt Aripiprazol ähnlich (aber nur mäßig) wie die selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (Gruppe von Antidepressiva).

Anwendungsgebiete von Abilify® (Aripiprazol)

  • Psychosen
  • Manische Phasen bei Depressionen
  • Bipolare Störung

Warnhinweise für Abilify® (Aripiprazol)

  • Zwar ist kein direkter Einfluss auf das Reaktionsvermögen nachgewiesen, aber Autofahren und die Bedienung von Maschinen sollte unterlassen werden, bis man sicher ist, dass sie nicht durch das Medikament gefährlich sind.
  • Das Medikament ist nicht zur Behandlung von Psychosen bei alten Demenz-Patienten geeignet.
  • Bei Fieber, Muskelsteife und Bewusstseintrübung ist die Behandlung sofort zu unterbrechen und ein Arzt aufzusuchen.
  • Zuckerkranke müssen während der Behandlung mit dem Medikament ihren Blutzuckergehalt besonders sorgfältig überwachen.
  • Das Medikament ist in der Originalverpackung aufzubewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
  • Das Medikament enthält Lactose (Milchzucker), die von manchen Patienten schlecht vertragen wird.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Wann ist Abilify® (Aripiprazol) nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff und bei Psychosen, die mit einer Demenz in Verbindung stehen, darf Aripiprazol nicht eingesetzt werden.

    Besondere ärztliche Sorgfalt und Kontrolle muss bei der Behandlung mit dem Wirkstoff zu Beginn der Therapie walten, bis sich der Zustand des Patienten bessert sowie bei…
  • Auftreten von Selbstmord-förderndem Verhalten oder Selbstmordgedanken
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Angina pectoris und Herzrhythmusstörungen (besonders QT-Überleitungsstörungen)
  • Durchblutungsstörungen des Gehirns
  • niedrigem Blutdruck oder Bedingungen, die solchen begünstigen wie Austrocknung, zu geringe Blutmenge und Behandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln
  • Neigung zu unwillkürlichen und ungewollten Muskelbewegungen (Dyskinesien)
  • Krampfanfällen in der Vorgeschichte oder bei Zuständen, die mit Krampfanfällen im Zusammenhang stehen
  • Patienten mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), mit Risikofaktoren für Diabetes mellitus (z.B. Fettleibigkeit) oder Neigung dazu in der Familie, weil die Gabe des Wirkstoffs den Blutzuckergehalt steigern kann
  • Funktionsstörungen der Speiseröhre wegen des Risikos für Lungenentzündung durch Einatmen von aufsteigendem Magensaft.

Schwangerschaft und Stillzeit bei Abilify® (Aripiprazol)

In Tierversuchen konnten mögliche Störungen der Entwicklung des Nachwuchses durch die Gabe von Aripiprazol nicht ausgeschlossen werden. Daher sollten Patientinnen ihren Arzt benachrichtigen, wenn sie schwanger werden oder eine Schwangerschaft während der Behandlung mit Aripiprazol planen. Aufgrund der unzureichenden Studien an Schwangeren darf der Wirkstoff in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der Arzt schätzt den möglichen Nutzen höher ein als das Risiko für das Ungeborene.

Aripiprazol wurde bei säugenden Ratten in die Milch ausgeschieden. Da nicht bekannt ist, ob Aripiprazol beim Menschen in die Muttermilch übergeht, sollten damit behandelte Patientinnen während der Einnahme von Aripiprazol nicht stillen.

Nebenwirkungen von Abilify® (Aripiprazol)

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Häufige Nebenwirkungen:

    Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, Angstgefühl, Bewegungsstörungen (extrapyramidale Störung), innere Unruhe, Bewegungsdrang, Zittern, Schwindel, Schläfrigkeit, Abstumpfung, Kopfschmerzen, Verschwommensehen, Verdauungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung, Speichelüberproduktion, Abgeschlagenheit.
  • Gelegentliche Nebenwirkungen:

    Depression, Herzrasen, Blutdruckabfall bei Körperlageveränderung.
  • Besonderheiten:

    Wenn Anzeichen einer Spätdyskinesie wie unwillkürliche Zuckungen und Bewegungen des Mundes, der Zunge oder von Gesichtsmuskeln auftreten, sollte der Arzt die Dosis des Wirkstoffs vermindern oder die Behandlung abbrechen.
  • Während der Behandlung mit Aripiprazol kam es in den klinischen Studien selten zu einem sogenannten malignen neuroleptischen Syndrom. Diese manchmal tödliche Nebenwirkung ist durch hohes Fieber, Muskelsteife, wechselnde Bewusstseinslagen, durch unregelmäßigen Puls oder Blutdruck, Herzrasen, Schwitzen und Herzrhythmusstörungen gekennzeichnet. Außerdem kann es zu Versagen der Nieren- und Muskelfunktion kommen.

Wechselwirkungen von Abilify® (Aripiprazol)

Aripiprazol kann die Wirkung bestimmter blutdrucksenkender Wirkstoffe verstärken.

Weil Aripiprazol beruhigend wirkt, ist bei Kombination mit Alkohol oder anderen auf das Gehirn wirksamen Substanzen Vorsicht geboten. Es kann zu einer verstärkten Abstumpfung kommen.

Aripiprazol sollte mit anderen Wirkstoffen, die die Reizleitung am Herzen verändern nur besonders vorsichtig kombiniert werden. Zu diesen Wirkstoffen gehören sowohl solche, die eine QT-Verlängerung bewirken (Chinidin, Sotalol, manche Neuroleptika und Antibiotika) oder Störungen des Mineralhaushalts im Körper (Entwässerungsmittel).

Der Magensäure-Blocker Famotidin verringert die Aufnahme von Aripiprazol in den Körper und damit die Wirkung ein wenig.

Chinidin, die Neuroleptika Fluoxetin und Paroxetin sowie die Pilzmittel Itraconazol und Ketoconazol und HIV-1-Proteasehemmer (gegen AIDS) hemmen den Abbau von Aripiprazol und fördern seine Wirkung stark. Daher sollte der Arzt bei entsprechenden Wirkstoff-Kombination Nutzen und Risiko sorgfältig abwägen und die Aripiprazol-Dosis auf etwa die Hälfte verringern. Nach Absetzen der genannten Wirkstoffe sollte die Dosierung von Aripiprazol dann wieder auf die Dosishöhe vor Beginn der Begleittherapie angehoben werden. Der Blutdrucksenker Diltiazem und das Neuroleptikum Escitalopram steigern die Wirkung von Aripiprazol hingegen nur mäßig.

Die Antiepileptika Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital und Primidon fördern den Abbau von Aripiprazol im Körper und verringern dessen Wirkung so stark, dass die Aripirazol-Dosierung bei gemeinsamer Gabe verdoppelt werden muss. Ähnliches gilt für die Tuberkulose-Mittel Rifampicin und Rifabutin, die HIV-Mittel Efavirenz und Nevirapin sowie für Johanniskraut. Nach Absetzen dieser Substanzen sollte der Arzt die Dosierung von Aripiprazol wieder auf die normale Dosis verringern.


Über den Autor des Beitrages Alex Maier


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