Einführung

Von Alex Maier. Update 24/10/2012

“Anabolika” ist ein Übergriff für eine ganze Gruppe an Substanzen gilt, die in irgendeiner Form aufbauend wirken. Der Ursprung geht zurück auf das griechische Wort “anabol”, was übersetzt “aufbauend” bedeutet. Die für Bodybuilder interessante aufbauende Wirkung bezieht sich natürlich auf den Aufbau von Proteinen.

In der Praxis werden damit meistens bestimmte rezeptpflichtige Arzneimittel gemeint, die anabole und androgene Eigenschaften besitzen, wie z.B. Testosteron, aber auch Wachstumshormone, Insulin und streng gesehen auch Creatin und Aminosäuren. da sie auch aufbauend wirken.

Die Wirksamkeit von anabolen/androgenen Steroiden ist unumstritten, aber im Bereich des Sports immer noch kontrovers diskutiert.

Das wichtigste Hormon ist dabei Testosteron.

Es ist das primäre männliche Sexualhormon und verantwortlich für die Entwicklung von Jungen zu Männern. Der Testosteronspiegel bleibt ab dann bis ca. zum 30 Lebensjahr erhöht. Ab dann beginnt er zu sinken.

Besonders wichtig ist der Testosteronspiegel für Bodybuilder, da er antiglucocorticoid wirkt, d.h. er hemmt den Muskelabbau und wirkt somit antikatabol. Glucocorticoiden sind dafür zu ständig aus dem Muskel Proteine herauszulösen und diese zur Energiegewinnung bereitzustellen. Man sieht diesen Effekt deutlich an Langsstrecken läufern, die sehr fit sind, aber trotzdem wenig bis gar keine Muskelmasse im Oberkörper aufbauen.

Alle anabolen/androgenen Steroide blockieren diesen Effekt und somit baut die Muskelzelle keine oder deutlich weniger Proteine ab.

Ausserdem wirkt es auch anabol, also aufbauend. Testosteron und andere Steroide binden an die Glucocorticoidrezeptoren und blockieren diese für die Glucocorticoide. Somit lagert die Zelle Protein ein, anstelle dieses abzubauen.

Der wahrscheinlich wichtigste Effekt ist allerdings der Aufbau von Kraft. Wie jeder Bodybuilder weiss führt das Stemmen von mehr Gewicht zu mehr Mikrotraumata (winzig kleine Risse in den Muskelfasern => Muskelkater), was wiederum den Körper anregt mehr Muskeln aufzubauen. Anabole Steroide steigern also die Kraft, wodurch mehr Gewicht bewegt werden kann und der Körper somit mehr Muskelmasse aufbaut.

Je nach Sportart muss dies allerdings nicht immer eintreten, da der Effekt nur Wirkung zeigt bei der Zufuhr von genügend Eiweiss. Bei einer Protein armen und Kohlenhydrat/Fett reichen Ernährung, wie sie z.B. Powerlifter haben, baut der Körper zwar viel Kraft, aber vergleichsweise wenig Muskelmasse auf.

Testosteron und andere anabole/androgene Steroide haben zudem auch Auswirkungen auf andere Hormone im Körper. Besonders wichtig sind hierbei IGF-1 und Insulin. Beide Hormone entfalten ihre volle Wirkung erst im Zusammenspiel mit Testosteron.


Über den Autor des Beitrages Alex Maier


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