Nebenwirkungen

Von Alex Maier. Update 06/11/2014

Übersicht

Schädigung des Herz-/Kreislaufsystems
Erhöhung des Blutdrucks
Leberschäden
Akne/unreine Haut
Haarausfall
Virilisierung
Gynäkomastie
Psychische Veränderungen

Die Nebenwirkungen anaboler Steroide ist ein sehr kontrovers diskutiertes Thema. Während vorallem in den Medien anabole Steroide gerne mit illegalen Drogen verglichen werden und über die extreme Gefährlichkeit berichtet wird, sind tatsächlich die meisten Nebenwirkungen vorübergehender natur und reversibel.

Obwohl in den USA anabole Steroide DEA Klasse III sind, also kontrollierte Substanzen, kann selbst die US Doping Behörde nicht genau sagen, was Steroide so gefährlich macht.

In einer Fernsehshow wurde Gary I. Wadler, der Vorsitzende der US Anti-Doping Behörde, gefragt, was die wissenschaftlichen Beweise für die “extrem gefährliche” Wirkung von anabolen Steroiden sind. Wadler gab zu, dass es keine Beweis dafür gibt.

Bryant Gumbel schloss daraus, dass die negative Berichterstattung in den Medien nichts als heisse Luft ist.

Wissenschaftlich betrachtet können die folgenden Punkte untersucht werden.

Schädigung des Herz-/Kreislaufsystems

Die Einnahme anaboler androgener Steroide wirkt sich auf die Blutfettwerte negativ aus. Im Körper gibt es LDL (Low Density Lipoprotein), welches negativ wirkt, da es die Absetzung von Cholesterin an den Gefässwänden verstärkt und HDL (High Density Lipoprotein), was positiv wirkt, da die Absetzung verhindert und natürlich Cholesterin selber. Anabol androgene Steroide erhöhen das LDL und das Cholesterin und senken das HDL. Die stärkste Wirkung haben nicht aromatisierende Steroide, da Östrogen die Fettwerte im Blut verbessert. In einer Massephase mit einer sehr hohen Kalorienanzahl und einer grossen Menge an Fett und Cholesterin ist dies besonders negativ.

Steroide führen auch zu Bluthochdruck führen, was je nach Veranlagung problematisch seien kann.

Gefährlich ist vorallem, dass anabol androgene Steroide die Blutgefässe weniger elastisch und sogar porös machen können. Dieser Zustand ist zudem nicht mehr reversibel.

Die Gefahr von Schäden am Herzen wird also prinzipiell durch anabole Steroide erhöht.

Hilfreich sind Omege-3-Fettsäuren und natürlich auch weitere Sportarten im Ausdauerbereich.

Wichtig ist auch der vorsichtige Umgang mit Aromatasehemmern, da Östrogen diesem Effekt entgegenwirkt.

Erhöhung des Blutdrucks

Wie schon oben erwähnt können anabole Steroide zu Bluthochdruck führen. Der erhöhte Östrogen Spiegel verursacht eine stärkere Wasserspeicherung, was meistens den Blutdruck erhöht. Durch eine Verengung der Aterien wird dieses Problem noch verstärkt. Bluthochdruck kann zu verschiedenen Problemen, wie Herzbeschwerden, Schwindel, Atemnot und Schlaganfällen führen.

Profi Sportler verwenden daher oft Diuretika, um die Wassermenge zu veringern und spezielle Blutdrucksenker. Für normale Hobbyathleten ist es allerdings sinnvoller moderate Dosierungen zu verwenden und mildere Steroide.

Leberschäden

Leberschäden sind das Thema Nr. 1 in der Presse, wenn es um anabole Steroide geht. Dies ist so nicht korrekt. Eine Belastung für die Leber  stellen prinzipiell nur anabole androgene Steroide dar, welche über die Leber verstoffwechselt werden. Dies sind nur Steroide, welche 17-alpha-alkyliert wurden. Beispiel dafür sind

Dianabol (Methandienon) oder Anapolon (Oxymetholon).

Auch wenn diese Steroide eine Belastung für die Leber darstellen, sind typische Horrormeldungen, dass orale Steroide wie Dianabol oder Anapolon bei einem Konsum von mehr als 6 Wochen zu Leberversagen führen, komplett falsch. In einigen medizinischen Studien haben Probanden ein Jahr lang täglich Fluoxymesteron eingenommen, das als besonders leberschädlich gilt. In der Studie konnte keine leberschädigende Wirkung bewiesen werden.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass orale Steroide nicht gesund für die Leber sind, aber bei einem vernünftigen Umgang und genügend Pausen entstehen keine Probleme. Im Prinzip kann man hier den Vergleich mit Alkohol ziehen. Niemand bezweifelt, dass täglich eine Flasche Schnaps die Leber schädigt, aber 1 Bier pro Mittag verursacht auch keine gravierenden Probleme.

Prostatawachstum

Prostatakrebs ist eine bei Männern häufige Krebsart und ausserdem eine sehr gefährliche. Daher ist es für Männer wichtig sich Gedanken, um die Prostata zu machen. Stark androgene Steroide wie Testosteron oder Masteron (Drostanolon) können bei langfristiger Anwendung Probleme verursachen. Die Wissenschaft geht davon aus das die Konvertierung in Dihydrotestosteron das eigentliche Problem darstellt, da DHT anscheinend das Wachstum der Prostata fördert.

DHT ist allerdings keineswegs nur schlecht, wie oft in der Presse behauptet wird, sondern es ist sogar wichtig für das Muskelwachstum, die Kraft und sogar für die Produktion von Spermien.

Wichtig ist es einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Diese ist nicht sehr beliebt bei Männern, da der Arzt die Prostata nur mit einem Finger durch den Anus prüfen kann. Es dauert aber weniger als eine Minute und kann das eigene Leben retten.

Das Problem des Prostatwachstums kann vermindert werden durch die Einnahme von Medikamenten, welche die Produktion von DHT behindern. Hilfreich ist hier vorallem Proscar (Finasterid) und Avodart (Dutasterid), dass vorbeugend während einer Kur verwendet werden kann.


Akne/unreine Haut

Eine weitere Nebenwirkung von DHT ist fettige Haut und sogar Akne. Fast alle kenne dieses Problem aus der Pubertät, wo die Hormonspiegel auf einmal ansteigen und es zu den genannten Problemen kommt. Anabole Steroide verursachen genau das selbe Problem. Die Auswirkungen sind wie auch in der Pubertät unterschiedlich. Wer als Jugendlicher kaum Akne hat, wird vermutlich auch mit Steroiden weniger Probleme bekommen.

5-Alpha-Reduktase Hemmer können hier etwas helfen, aber bei ernsthaften Problemen sind stärkere Mittel wie Roaccutan notwendig, welche selbst extreme Formen von Akne komplett verschwinden lassen können.

Haarausfall

Leider führt DHT bei erblicher Vorbelastung auch zu Haarausfall. Der Effekt ist individuell, da DHT die Haarwurzeln nur bei dementsprechender genetischer Disposition angreift. Falls der eigene Vater schon mit 20 kahl war, dann werden Steroide mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit Probleme verursachen. Wer allerdings nicht erblich vorbelastet ist wird auch unter hohen Dosen keinen Haarausfall bekommen.

Das Problem kann zudem gelöst werden durch die Einnahme bestimmter Medikamente. Zugelassen für Haarausfall ist vorallem Propecia mit dem Wirkstoff Finasterid. Die Dosierung mit 1 mg pro Tablette ist bei starken Fällen allerdings zu schwach. Besser helfen kann Proscar, das gegen Prostatvergrösserung eingesetzt wird und 5 mg Finasterid enthält. Noch wirskamer ist Avodart mit dem Wirkstoff Dutasterid. Es ist nur für die Prostatabehandlung zugelassen, aber wie die Phase II Studien des Herstellers zeigen hilft es extrem gut gegen Haarausfall. Für dopende Bodybuilder ist Avodart das Mittel Nr. 1 gegen Haarausfall.

Virilisierung

Das Thema der Vermännlichung ist ein Problem, das nur weibliche Bodybuilder betrifft. Anabolika sind anabol und androgen. Die anabole Wirkung ist verantwortlich für den Muskelaufbau, was auch bei weiblichen Bodybuildern positiv ist. Die androgene Seite erhöht die Kraft und verstärkt zudem den Bartwuchs, macht die Stimme tiefer und die Gesichtszüge kantiger. Für weibliche Bodybuilder ist also die androgene Wirkung das eigentliche Problem. Es ist daher für Frauen wichtig das richtige Steroid zu wählen. Negativ Beispiele sind Depot-Testosteron, Masteron (Drostanolon) oder Dianabol (Methandienon), welche sehr stark androgen wirken. Bei der Verwendung von milden Steroiden wie Boldenon Acetat und Nandrolon Phenylpropionat sind diese Probleme nur gering ausgeprägt. Zudem sind sie kurzwirksam und können daher beim Auftreten von Nebenwirkungen schnell abgesetzt werden.

Hodenatrophie, Unfruchtbarkeit und Impotenz

Eine Auswirkung von anabolen Steroiden ist das Schrumpfen der Hoden. Dieser Effekt tritt vorallem bei hohen Dosierungen während einer Kur auf. Dies führt ausserdem zu einem Absinken der körpereigenen Testosteronproduktion. Je nach Steroid ist dieses Problem unterschiedlich. Bei Testosteron gibt es zumindest während der Kur keine Probleme, sondern die Libido ist sogar extrem gesteigert. Erst beim Absetzen kommt es zu Problemen, da es dauert bis der Körper die Produktion wieder hochgefahren hat.

Hilfreich ist hier vorallem in der Absetzphase die Verwendung von HCG. Es wirkt im Körper genauso wie LH und führt damit sehr schnell zu einer Vergrösserung der Hoden und damit auch wieder zu einer Steigerung der körpereigenen Testosteronproduktion.

Clomid ist das Mittel erster Wahl um im Körper nach dem Absetzen die eigene Testosteronproduktion schnell wieder anzuregen.

Ein anderes Problem ergibt sich bei Steroiden wie Trenbolon, welche extrem schnell schon während der Behandlung die körpereigene Testosteronproduktion unterdrücken. Hier hat es sich für viele Anwender bewährt Trenbolon mit Testosteron zu kombinieren, um eine Impotenz während der Steroid Kur zu verhindern.

Gynäkomastie

Gynakomastie bedeutet, das Anschwellen der Brustdrüsen. Der Effekt entsteht meistens durch eine zu grosse Menge an Östrogenen. Während einer Kur mit aromatisierenden Steroiden wie Testosteron konvertiert der Körper einen Teil des Testosterons durch Aromatase Enzym in Östrogen. Gynokomastie ist in milderer Form eher ein kosmetisches Problem und unangenehm, da die Nippel sehr empfindlich werden, was schon beim Tragen enger Hemden stören kann. In ganz extremen Fällen kann eine schwere Gynäkomastie nur noch operativ behoben werden.

Es ist daher sinnvoll vorzusorgen und Gyno zu verhindern durch die Einnahme während der Kur von Aromtasehemmern wie Anastrozol oder Exemestan oder durch Anti-Östrogene wie Tamoxifen.


Psychische Veränderungen

Ein auch wieder vorallem in der Presse dargestelltes Thema ist der berüchtigte “Roid-Rage”. Dies soll eine Form von extremer Agression sein, bei dem Bodybuilder nach der Einnahme von anabolen Steroiden komplett durchdrehen und zur mord lüsternden Kampfmaschine werden.

Bewiesen werden konnte diese Behauptung allerdings nicht.

Tatsache ist, dass anabole Steroide vorhandene psychische Probleme verstärken können. Wer also onehin schon wegen Persönlichkeitstörungen in Behandlung ist kann mit Anabolika die Probleme noch vergrössern. Und wer auch normaleweise zu starker Agression neigt, wird vorallem mit sehr androgenen wirkenden Steroiden sicherlich noch streitlustiger werden. Anabole Steroide können vermutlich auch schwere psychische Probleme wie Schizophrenie auslösen, dies setzt aber immer voraus, dass der Anwender schon vorher die genetische Disposition dafür hatte.

Wer also noch nie unter psychischen Störungen gelitten hat, keine Fälle in der Familie von extremer Geisteskrankheit hat und eher Mutter Theresa als Rambo gleicht, wird also auch mit hohen Dosierungen anaboler Steroide weiterhin die Kontrolle behalten.

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