Methyltrienolon (17aa-Trenbolon)

Von Alex Maier. Update 24/10/2012

Das anabol androgene Steroid Trenbolon besitzt auch zwei orale Versionen. In der ersten Version handelt es sich um reines Trenbolon Acetat, dass einfach in eine Tablette gegeben wird. In dieser Version bietet es unter anderem British Dragon für den russischen Schwarzmarkt an. Eine Wirkung ist unwahrscheinlich da durch den “First-Pass” in der Leber der Grossteil des Wirkstoffes zersört wird. Allerdings gibt es auch eine zweite Version bei der Trenbolon 17-alpha-Alkyliert wurde und somit in der Leber nicht so schnell abgebaut werden kann. Bekannt ist die zweite Version unter den Namen: Methyltrienolon, Metribolon, R1181 und Methyltrenbolon.

Der französische Pharmakonzern Negma entwickelte Methyltrienolon, was allerdings nicht als Arzneimittel zugelassen wurde und somit nur eine Anwendung als Versuchschemikalie gefunden hat. In den neunziger Jahren brachte Negma dann Parabolan (Trenbolon Hexahydrobenzylcarbonat) heraus, das als einziges Trenbolon Präparat in der Humanmedizin zugelassen wurde.

Methyltrienolon ist daher mit vielen Mythen umgeben, da auf Grund der schlechten Verfügbarkeit es niemals gründlich getestet werden konnte. Im “Buch von Vida” das in Fachkreisen Kultstatus geniesst, wird die Wirksamkeit von 666 anabol und androgenen Wirkstoffen miteinander verglichen. Die androgene Wirkung von Methyltrienolon soll 8.000% der Wirkung von Methyl-Testosteron betragen und die anabole Wirkung 12.000%. Diese Werte wurden allerdings nur in Tierversuchen, anhand des Prostatawachstums (androgene Wirkung) und des Wachstums des Musculus Levator Ani (anabole Wirkung) bei kastrierten Ratten bestimmt.

Die extrem starke Wirkung von Methyltrienolon lässt sich dadurch erklären, dass es nicht durch SHBG oder Albumin gebunden wird. Testosteron dagegen wird im Körper zu 95 bis 98% gebunden und kann daher nur zu einem kleinen Teil aktiv wirken. In den sechziger Jahren wurde in Paris an der Académie de Médecine  gezeigt, dass schon 0,5 mg bis 2 mg oral eingenommenes Methyltrienolon bei erwachsenen Menschen eine starke anabole Wirkung besitzt. Die maximale Wirkung lag zwischen dem 6. bis 15. Tag. Bodybuilder verwenden Methyltrienolon in Dosierungen zwischen 5 bis 10 mg.

Die Einnahme von Methyltrienolon kann trotz der starken Wirkung nur bedingt emfohlen werden, da es das leberschädlichste orale Steroid überhaupt ist. Schon Dosierungen von 1 mg pro Tagen lassen unterschiedliche Leberenzyme stark ansteigen und verursachen biochemischen Symptome einer intrahepatischen Cholestase (Rückstau der Gallensäure in der Leber).

Daher wird es in der Praxis nur für wenige Wochen und nicht in der Kombination mit anderen anabolen androgenen Steroiden verwendet.

Als weitere Nebenwirkung ist es wie Trenbolon ein 19-Norsterid und führt zu einer nachhaltigen Unterdrückung der körpereigenen Testosteronproduktion. Um Impotenz zu vermeiden verwenden viele Anwender daher zusätzlich Testosteron.

In der Anwendung bietet sich Methyltrienolon besonders für die Diät und eine Wettkampfvorbereitung an. Durch seine Struktur kann Methyltrienolon im Körper nicht in Östrogen umgewandelt werden, daher gibt es keine Wassereinlagerungen. Es wirkt zudem auch als Progestin und dockt an den Androsteronrezeptor und blockiert ihn daher für körpereigenes Androsteron. Daher wirkt es auch als starkes Diuretikum, da Androsteron für die Natriumretention verantwortlich ist und somit Wassereinlagerungen abgebaut werden. Ausserdem wirkt Methyltrienolon stark antikatabol, da es die Wirkung von Cortisol blockiert. Nach der Beschreibung vieler Anwender verbrennt Methyltrienolon zudem auch Fett und hält die Kraft auch in einer extremen Diätpase bzw. der Wettkampfvorbereitung aufrecht.

Gegen die Anwendung spricht natürlich, dass es sehr schlecht verfügbar ist und injeziertes Trenbolon Acetat eine ähnliche Wirkung besitzt. Daher erscheint es in der Praxis als wenig sinnvoll.


Über den Autor des Beitrages Alex Maier


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